Material: Schwungfeder. Traditionell Gans, Schwan oder Rabe, aber ich hab auch schon erfolgreich mit Schwan geschrieben. Tinte

Werkzeug: Messer, Pinzette oder ähnliches, optional: Schneidunterlage
1. Spitze abschneiden
2. Faseriges Zeug aus der Mitte rausziehen (da ist so eine schlauchartige Membran drin)
3. Spitze schräg anschneiden (ca. 30° zur Federachse)
4. Kanten von Schnitt säubern
5. ca. 5mm langen geraden Schnitt in der Mitte der Spitze machen
6.
Optional: Traditionell wurde alles nicht notwendige abgeschnitten. Das
heißt ein Stück über der Hand wurde die Feder abgeschnitten und ein
Großteil der Fasern auch - die sind sonst bloß im Weg. Sieht gestutzt
weniger hübsch aus, ist aber authentischer
6. Eintunken, abtupfen und losschreiben
Dosierung
der Tinte braucht etwas Übung. Wenn die Feder vor weniger als einem
halben Jahr noch am Vogel war, dann kann sie zu weich sein. Traditionell
steckt man sie dann nach Schritt 3 in heißen Sand um das Fett etwas
herauszuziehen, dadurch kann die Feder aber auch schnell zu trocken
werden.
Authentizität: in Düppel
unwahrscheinlich oder nur sehr wenig verwendet. Dies ist die Art
Schreibfeder die im 12 Jhd vorallem im Kirchenwesen verwendet wurde.