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Donnerstag, 5. November 2020

Düppel-Quarantäne 76: Spinnwirtel und Spindel bauen

Basiert auf der Tonverarbeitungsanleitung.

Material: Ton, Stock

Werkzeug: Grill, Stock, Optional Glas oder Stein, Schnitzmesser, Optional Linolwerkzeug

1. Ton zu Kugel formen

2. Kugel flachdrücken und mit dem Stift ein Lock in die Mite stechen. Ziel ist eine möglichst symmetrische Scheibe (schlechte Scheiben machen eiernde Spindeln). Dies wird das Schwunggewicht, auch genannt "Spinnwirtel"

3. Optional: im Trockungsprozess mit Glas oder Stein polieren und mit Linolwerkzeug verzieren (Verzierung ist auch in nassem Zustand möglich)

4. nach vollständiger Trocknung im Grill brennen

5. Stock zuschnitzen, dass er zu beiden Enden hin zuläuft. Ein Ende muss kleiner als das Loch in der Wirtel sein. Am anderen Ende eine Kerbe einschnitzen.

6. Wirtel auf Spinnstock stecken

Authentizität: voll

Meine Herausforderungen: wenn die Wirtel nicht ganz gebrannt ist, dann platzen Teile im Loch ab.
















Freitag, 4. September 2020

Düppel-Quarantäne 69: Brummtopf

Material: (Slaven)Topf, Schweinblase (oder dünnes Leder), fester Faden, glatter Stock, feuchter (Leder-)lappen

Werkzeug: Schere

1. ein Ende vom Stock rund schnitzen und ca einen halben cm vom Ende eine Kerbe einschnitzen

2. Schweineblase einweichen oder Leder anfeuchten

3. Stock fest einbinden

4. Blase oder Leder über Topf-Öffnung spannen und festbinden

5. Trocknen lassen

Ich fand ein Bild eines Slaventopfs der mit einer Schweineblase bespannt war in die ein Stock eingebunden war. Ohne Name, ohne Beschreibung. 

Nach einigem Suchen: es war ein Brummtopf. Wenn man mit dem italienischen Namen "vurre vurre" sucht findet man sogar Videos dazu wie man das Instrument spielt und wie es klingt. Und nachdem ich all dies herausgefunden hatte sagte Brigitte "so einen gab es mal bei der Pädagogenausrüstung... kaputt, ich hab nie gewusst wie er klingt oder gespielt wird".

Vielleicht gehört der Brummtopf doch nach Düppel. Zu Fundbelegen kann ich aber nichts sagen.

 







Donnerstag, 21. Mai 2020

Düppel-Quarantäne 63: Ton-Rassel

Material: Ton
Werkzeug: Spieß, Grill mit Holzkohle

1. Gut kneten um Luft zu entfernen
2. Großteil des Tons luftdicht verschließen. Ein kleines bisschen (ca. 1cm³) in Kügelchen mit 4-5mm Durchmesser formen und gut trocknen lassen
3. Wenn Kügelchen trocken sind restlichen Ton in eine Kugel formen. Dann mit Daumen eine Schale formen
4. trockene Kügelchen reinlegen und Schale vorsichtig schließen. Dabei reichlich Luft um die Kügelchen lassen und die Kügelchen nicht andrücken
5. Verschluss dekorativ formen (z.B. Tierkopf oder Griff)
6. Löcher einstechen. Am Besten klingen Rasseln mit Löchern nahe dem Griff sowie unten
7. gut trocknen lassen
8. brennen (s. Tonperlen https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/05/duppel-quarantane-60-ton-perlen-und.html)

Authentizität: total, mit Fund in Düppel









Mittwoch, 20. Mai 2020

Düppel-Quarantäne 62: Ton-Schaf

Material: Ton
Werkzeug: Spieß, Grill mit Holzkohle

1. Ton gut kneten und zu Ei formen
2. am schmalen Ende des Eis zwei dünne Schneckenfühler herausdrücken.
3. die Fühler gleich runterkringeln - die werden schnell trocken, also nicht zu sehr perfektionieren
4. Gesicht formen
5. den Rest des Körpers mit Tupfenmuster bedecken
6. unten Löcher reinmachen zum gleichmäßigen Trocknen und Brennen (siehe Tonpferdchen https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/05/duppel-quarantane-61-ton-pferdchen.html )
7. gut trocknen lassen und brennen (siehe Tonperlen https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/05/duppel-quarantane-60-ton-perlen-und.html)

Die Authentizität ist mir tatsächlich nicht bekannt. Dies ist die Form wie die Töpfergruppe Schafe herstellt, ich glaube es ist nach Fundvorlage, bin mir aber nicht sicher. Auf alle Fälle ist Form und Herstellungsweise plausibel.








+

Dienstag, 19. Mai 2020

Düppel-Quarantäne 61: Ton-Pferdchen

... nachdem S das erspäht hat.

Material: Ton
Werkzeug: altes Messer, Spieß irgendeiner Form, Grill mit Kohle

1. Ton gut kneten und Kugel formen
2. Vorne und hinten ein Stück nach unten kneifen, vorne ein Stück nach vorne kneifen. Etwas plattdrücken
3. die Stücke nach unten einschneiden um jeweils zwei Beine zu formen
4. Beine rundmachen
5. das Stück nach vorne an der Oberkante schmal drücken. Die Spitze nach unten knicken und leicht einkneifen um Ohren zu formen
6. die Funde die ich gefunden habe hatten alle einen nach oben stehenden Schweif. Den kriegt man wenn man am Hintern den Ton nach oben kneift. Sieht ungewöhnlich aus, aber scheinbar ist es immernoch als Pferd erkennbar
7. das Ganze noch ein bisschen zurechtdrücken und glatt streichen
8. unten Löcher einstechen um den dicken Ton in der Mitte beim Brennen weniger Spannungen auszusetzen. In Funden waren diese Löcher auch manchmal vorne in der Brust
9. trocknen lassen
10. wie die Tonperlen brennen (https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/05/duppel-quarantane-60-ton-perlen-und.html)

Authentizität: Tonpferdchen dieser Art sind vielfach gefunden worden.












Montag, 18. Mai 2020

Düppel-Quarantäne 60: Ton-Perlen und Amulette

Material: Ton
Werkzeug: Spieß/Draht, Grill oder Feuerkorb

1. Ton gut kneten um Luftblasen zu entfernen und Feuchtigkeit homogen zu verteilen
2. Für Perlen: Kugel rollen
3. Für Amulett: flaches Oval formen, vier Mal einschneiden und die fünf resultierende Segmente zu Krallen formen
5. Mit Spieß durchstechen
6. Gut trocknen lassen
7. beim Anzünden direkt zwischen die Kohlen legen
8. Grill gut durchglühen lassen und anschließend langsam abkühlen lassen
9. Perlen können dann aus der Glut geholt werden und mit etwas Glück sind sie gebrannt

noch besser brennen Perlen im Lagerfeuer. Wenn man sie in ein Feuer legen will welches bereits brennt dann hilft es, sie in Alufolie einzwickeln oder langsam reinzubewegen, um zu schnelles Erhitzen zu vermeiden.

Ich habe zum Test eine gebrannte und eine ungebrannte Perle in einer Wasserschüssel liegen lassen. Die im Grill gebrannte hat sich nicht aufgelöst, die andere schon, also ist die gebrannte zumindest oberflächlich gebrannt.

Authentizität: Tonperlen tauchen immer wieder auf und sind zumindest für Spielereien/Kinderschmuck sehr wahrscheinlich authentisch. Das Amulett ist direkt nach einem Fund aus slawischen Westrussland im 12. Jhd, wobei der Fund 7-8cm lang war und meins höchstens 3cm.