Mir wurde erzählt man könnte so ein hervorragendes rotbraun herstellen...
Material: grüne Walnüsse (meine waren eingefroren), Wasser, Wollgarn
Werkzeug: Eimer
1. Walnüsse zerschlagen (ich hab diesen Schritt nicht gemacht und bin mir sicher dass es damit besser geworden wäre)
2. Wälnüsse 1-2 Wochen in Wasser liegen lassen
3. Wolle einlegen und ein paar Tage im Wasser liegen lassen. Regelmäßiges rühren hab ich auch vergessen, wäre aber empfehlenswert
Authentizität: Walnüsse sind als Färbemittel an der Grenze, da sie meineswissens erst kurz nach Düppel in Brandenburg eingeführt wurden. Wenn wir Walnüsse jedoch als gegeben ansehen ist diese Färbevariante sehr einfach und damit vermutlich wahrscheinlich.
Donnerstag, 30. April 2020
Mittwoch, 29. April 2020
Düppel-Quarantäne 41: Fadenspulen
Material: dünne Holzleiste, Schnur
Werkzeug: Schnitzmesser, Bohrer, optional Säge, optional Schleifpapier
1. in ca. 3cmx5cm Plättchen unterteilen
2. in taillierte Form Schnitzen
3. Loch bohren
4. neben dem Loch eine kleine Kerbe schnitzen um Fadenende einzuklemmen
5. Optional abschleifen
Authentizität: diese Form von Fadenspulen wurde in Wikingerausgrabungen belegt. Es passt genug Näh-Faden für eine Bruche aber nicht für ein Zelt drauf. Möglicherweise wurden darauf auch Stickgarne aufbewahrt.
Werkzeug: Schnitzmesser, Bohrer, optional Säge, optional Schleifpapier
1. in ca. 3cmx5cm Plättchen unterteilen
2. in taillierte Form Schnitzen
3. Loch bohren
4. neben dem Loch eine kleine Kerbe schnitzen um Fadenende einzuklemmen
5. Optional abschleifen
Authentizität: diese Form von Fadenspulen wurde in Wikingerausgrabungen belegt. Es passt genug Näh-Faden für eine Bruche aber nicht für ein Zelt drauf. Möglicherweise wurden darauf auch Stickgarne aufbewahrt.
Dienstag, 28. April 2020
Düppel-Quarantäne 40: Knochennadeln
Material: Knochen
Werkzeug: Säge oder Axt, Feile, feiner Bohrer (max 2mm)
1. schmales Stück Knochen abspalten oder absägen
2. runterfeilen zu 3-4mm Dicke (in zwei Richtungen, die dritte hat die Länge des Splitters)
3. Loch in breiteres Ende Bohren
4. überschüssiges Material abschleifen
Authentizität: sehr
Was dabei schief ging: nur die wenigsten Splitter waren so wie ich sie wollte. Aber ich hatte keine Lust mehr auf sägen und mehr Knochen als ich brauch.
Werkzeug: Säge oder Axt, Feile, feiner Bohrer (max 2mm)
1. schmales Stück Knochen abspalten oder absägen
2. runterfeilen zu 3-4mm Dicke (in zwei Richtungen, die dritte hat die Länge des Splitters)
3. Loch in breiteres Ende Bohren
4. überschüssiges Material abschleifen
Authentizität: sehr
Was dabei schief ging: nur die wenigsten Splitter waren so wie ich sie wollte. Aber ich hatte keine Lust mehr auf sägen und mehr Knochen als ich brauch.
Montag, 27. April 2020
Düppel-Quarantäne 39: Spielwürfel
Material: dicker Knochen (z.B. aus Rinderbeinscheibe), Tempera-Farbe (https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/04/duppel-quarantane-36-tempera-farben.html)
Werkzeug: Bleistift, Lineal, Schraubzwinge, Säge (für Metall oder nicht-zu-grobe Holzsäge), Augenbohrer (https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/04/duppel-quarantane-38-augenbohrer.html), Feile oder Sandpapier
1. dickste Stelle vom Knochen mit Bleistift in 8 mm Scheiben markieren
2. in Schraubzwinge einklemmen und absägen (viel Arbeit!)
3. Scheiben in 8x8mm Quadrate markieren
4. in Schraubzwinge einklemmen und absägen
5. Stellen die nicht ganz glatt sind glattschleifen
6. mit dem Augenbohrer Würfelaugen markieren (6 gegenüber 1, 5 gegenüber 2, 4 gegenüber 3)
7. Würfel mit Tempera-Farben beschmieren (idealerweise schwarz, ich hab nur rot), dabei Farbe möglichst tief in die Augen drücken
8. Wenn die Farbe trocken ist (ca. 1 Stunde später) Seiten des Würfels abschleifen sodass überschüssige Farbe entfernt wird
Authentizität: sehr, vorallem mit schwarz statt rot
Was dabei schief ging: beim Bohren musste ich die Würfel mit den Fingern festhalten damit sie mir nicht abhauen. Dabei bin ich mit dem Bohrer abgerutscht und hab mir ein kleineres Bohrerkopf-förmiges Loch in den linken Zeigefinger gehauen...
Werkzeug: Bleistift, Lineal, Schraubzwinge, Säge (für Metall oder nicht-zu-grobe Holzsäge), Augenbohrer (https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/04/duppel-quarantane-38-augenbohrer.html), Feile oder Sandpapier
1. dickste Stelle vom Knochen mit Bleistift in 8 mm Scheiben markieren
2. in Schraubzwinge einklemmen und absägen (viel Arbeit!)
3. Scheiben in 8x8mm Quadrate markieren
4. in Schraubzwinge einklemmen und absägen
5. Stellen die nicht ganz glatt sind glattschleifen
6. mit dem Augenbohrer Würfelaugen markieren (6 gegenüber 1, 5 gegenüber 2, 4 gegenüber 3)
7. Würfel mit Tempera-Farben beschmieren (idealerweise schwarz, ich hab nur rot), dabei Farbe möglichst tief in die Augen drücken
8. Wenn die Farbe trocken ist (ca. 1 Stunde später) Seiten des Würfels abschleifen sodass überschüssige Farbe entfernt wird
Authentizität: sehr, vorallem mit schwarz statt rot
Was dabei schief ging: beim Bohren musste ich die Würfel mit den Fingern festhalten damit sie mir nicht abhauen. Dabei bin ich mit dem Bohrer abgerutscht und hab mir ein kleineres Bohrerkopf-förmiges Loch in den linken Zeigefinger gehauen...
Sonntag, 26. April 2020
Düppel-Quarantäne 38: Augenbohrer
Material: großer Nagel, Pump-Bohrer oder Griff, Heißkleber
Werkzeug: Metallsäge, Hammer und harte Oberfläche, Feile, Heißklebepistole
1. Nagelkopf und Nagelspitze absägen (in bereits diskutierter Form - gegen einen harten Gegenstand halten und leise fluchen - geht für mich ganz gut, aber wenn ihr einen habt könnt ihr ihn auch in einen Schraubstock einspannen)
2. Ende der Nagelspitze platt klopfen
3. Ende der Nagelspitze wie in Bild dargestellt anfeilen: zu einer sehr flach zulaufenden Spitze formen und dann mit Kante von Feile in sehr flachem Winkel von beiden Seiten her links und rechts von der Spitze einfeilen. Es sollen V-förmige 'Schneiden' entstehen
4. In Pumpbohrer oder einfachen Griff einsetzen
Der Augenbohrer funktioniert so, dass man drei Spitzen hat: eine längere in der Mitte und zwei kürzere an den Seiten. Wenn man ihn aufsetzt trifft erst einmal nur die mittlere auf das Material. Erst wenn diese sich ein Stück durch Drehen des Bohrers reingefressen hat treffen die anderen Spitzen auf das Material. Diese ziehen dann ringförmige Rillen. Wenn die mittlere Spitze nicht länger ist, bleibt der Bohrer nicht an seinem Loch sondern wandert.
Authentizität: abgesehen von Heißkleber sehr, ein beliebtes Zierelement in Knochen, Zahn, Geweih und Holz
Werkzeug: Metallsäge, Hammer und harte Oberfläche, Feile, Heißklebepistole
1. Nagelkopf und Nagelspitze absägen (in bereits diskutierter Form - gegen einen harten Gegenstand halten und leise fluchen - geht für mich ganz gut, aber wenn ihr einen habt könnt ihr ihn auch in einen Schraubstock einspannen)
2. Ende der Nagelspitze platt klopfen
3. Ende der Nagelspitze wie in Bild dargestellt anfeilen: zu einer sehr flach zulaufenden Spitze formen und dann mit Kante von Feile in sehr flachem Winkel von beiden Seiten her links und rechts von der Spitze einfeilen. Es sollen V-förmige 'Schneiden' entstehen
4. In Pumpbohrer oder einfachen Griff einsetzen
Der Augenbohrer funktioniert so, dass man drei Spitzen hat: eine längere in der Mitte und zwei kürzere an den Seiten. Wenn man ihn aufsetzt trifft erst einmal nur die mittlere auf das Material. Erst wenn diese sich ein Stück durch Drehen des Bohrers reingefressen hat treffen die anderen Spitzen auf das Material. Diese ziehen dann ringförmige Rillen. Wenn die mittlere Spitze nicht länger ist, bleibt der Bohrer nicht an seinem Loch sondern wandert.
Authentizität: abgesehen von Heißkleber sehr, ein beliebtes Zierelement in Knochen, Zahn, Geweih und Holz
Samstag, 25. April 2020
Düppel-Quarantäne 37: Pump-Bohrer
Mein neuestes Lieblingsspielzeug! In diesem Video ab 7:10 sieht man, wie man so einen Bohrer verwendet https://www.youtube.com/watch?v=ZEl-Y1NvBVI
Material: ein gerades rundes Holz, zwei ca. rechteckige Hölzer, zwei kleine gleichschwere Steine (ca. 7g je), Lederschnur, Heißkleber, 2mm Messingdraht
Werkzeug: Heißklebepistole, Bohrer mit verschiedenen Durchmessern, Hammer, harte Unterlage, Feile, Drahtzwicker
Teil 1: Pumpmechanismus
1. Hölzer in Form schnitzen: ein gerader Rundstock etwa 25cm lang und 8mm Durchmesser, ein Rechteck ca. 12x2cm, eine Ellipse mit ca. 15-20cm x 2cm - alles kann proportional hochskaliert werden
2. Löcher bohren:
* in Rechteck ein Loch in Mitte dass fest auf Rundholz aufgeschoben werden kann,
* in Ellipse ein Loch in Mitte in dass das Rundholz locker passt, sowie Löcher an jedem Ende durch dass das Lederband gut passt,
* in Rundholz an das obere (dünnere) Ende ein Loch in dass Lederband locker passt quer zur langen Achse des Stabs, und in's andere Ende ein Loch in dass der Messingdraht locker passt parallel zur langen Achse des Stabs
3. mit Heißkleber die Steine an den beiden Enden des Rechtecks festkleben. Dabei darauf achten dass das Rechteck ausbalanciert ist. Wenn man den Stab auf dem Finger balanciert, dann muss der Berührungspunkt mit dem Finger genau in der Mitte liegen
4. Rechteck von oben auf Rundstab schieben und wenn nötig mit Heißkleber befestigen
5. Ellipse von oben auf den Rundstag schieben.
6. Lederschnur durch Ellipse - Rundstabloch oben, Ellipse fädeln und so verknoten, dass die Ellipse ca 1,5cm über dem Rechteckstab waagrecht hängt wenn man den Rundstab senkrecht hält. Wenn man beim Pumpen am Rechteckstab anschlägt kann es sein dass man die Lederschnur noch etwas kürzen muss
Teil 2: Bohrkopf
1. ca 4-5cm Draht abtrennen und der vollen Länge nach plattklopfen. Dabei ein Ende besonders platt klopfen
2. besonders plattes Ende zu Lanzenspitzenform feilen. Die vorderen Kanten müssen scharf sein. Die Breite der Lanzenspitze wird der Lochdurchmesser
3. Ende ohne Lanzenspitze unten in Rundholz mit Heißkleber einkleben, sodass der Bohrkopf möglichst eine gerade Verlängerung des Rundholzes ist.
Authenzität: leider ist der Heißkleber hier nicht sehr nützlich, ansonsten ist das Ding bis in die Steinzeit bekannt und wurde im Mittelalter vorallem für Knochenarbeiten oder für Dekorationen verwendet. Ich liebe es um Augen in Knochen zu bohren - Augenbohrer kommt morgen.
Was dabei schief ging: ich hatte einen der Steine nicht richtig angeklebt und die Zentrifugalkraft unterschätzt. Irgendwann - ohne jegliche Vorwarnung - flog er plötzlich davon. Ich bin heilfroh dass keine Glasscheibe in der Flugbahn war, ich glaube er war schnell unterwegs... Steine gut(!) ankleben!
Material: ein gerades rundes Holz, zwei ca. rechteckige Hölzer, zwei kleine gleichschwere Steine (ca. 7g je), Lederschnur, Heißkleber, 2mm Messingdraht
Werkzeug: Heißklebepistole, Bohrer mit verschiedenen Durchmessern, Hammer, harte Unterlage, Feile, Drahtzwicker
Teil 1: Pumpmechanismus
1. Hölzer in Form schnitzen: ein gerader Rundstock etwa 25cm lang und 8mm Durchmesser, ein Rechteck ca. 12x2cm, eine Ellipse mit ca. 15-20cm x 2cm - alles kann proportional hochskaliert werden
2. Löcher bohren:
* in Rechteck ein Loch in Mitte dass fest auf Rundholz aufgeschoben werden kann,
* in Ellipse ein Loch in Mitte in dass das Rundholz locker passt, sowie Löcher an jedem Ende durch dass das Lederband gut passt,
* in Rundholz an das obere (dünnere) Ende ein Loch in dass Lederband locker passt quer zur langen Achse des Stabs, und in's andere Ende ein Loch in dass der Messingdraht locker passt parallel zur langen Achse des Stabs
3. mit Heißkleber die Steine an den beiden Enden des Rechtecks festkleben. Dabei darauf achten dass das Rechteck ausbalanciert ist. Wenn man den Stab auf dem Finger balanciert, dann muss der Berührungspunkt mit dem Finger genau in der Mitte liegen
4. Rechteck von oben auf Rundstab schieben und wenn nötig mit Heißkleber befestigen
5. Ellipse von oben auf den Rundstag schieben.
6. Lederschnur durch Ellipse - Rundstabloch oben, Ellipse fädeln und so verknoten, dass die Ellipse ca 1,5cm über dem Rechteckstab waagrecht hängt wenn man den Rundstab senkrecht hält. Wenn man beim Pumpen am Rechteckstab anschlägt kann es sein dass man die Lederschnur noch etwas kürzen muss
Teil 2: Bohrkopf
1. ca 4-5cm Draht abtrennen und der vollen Länge nach plattklopfen. Dabei ein Ende besonders platt klopfen
2. besonders plattes Ende zu Lanzenspitzenform feilen. Die vorderen Kanten müssen scharf sein. Die Breite der Lanzenspitze wird der Lochdurchmesser
3. Ende ohne Lanzenspitze unten in Rundholz mit Heißkleber einkleben, sodass der Bohrkopf möglichst eine gerade Verlängerung des Rundholzes ist.
Authenzität: leider ist der Heißkleber hier nicht sehr nützlich, ansonsten ist das Ding bis in die Steinzeit bekannt und wurde im Mittelalter vorallem für Knochenarbeiten oder für Dekorationen verwendet. Ich liebe es um Augen in Knochen zu bohren - Augenbohrer kommt morgen.
Was dabei schief ging: ich hatte einen der Steine nicht richtig angeklebt und die Zentrifugalkraft unterschätzt. Irgendwann - ohne jegliche Vorwarnung - flog er plötzlich davon. Ich bin heilfroh dass keine Glasscheibe in der Flugbahn war, ich glaube er war schnell unterwegs... Steine gut(!) ankleben!
Freitag, 24. April 2020
Düppel-Quarantäne 36: Tempera Farben
Material: Ei, Leinöl, Pigmente (Rus, Gesteinsmehl von bunten Steinen, Grünspan,...)
Werkzeug: Pinsel, Schüssel, optional: Quirl
1. Gleiche Mengen Leinöl und Ei verquirlen
2. Pigmente dazumischen bis die Mischung pigmentiert genug erscheint
3. Losmalen. Z.B. mit mittelalterlichen Echthaarpinseln (https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/03/duppel-quarantane-10-haar-pinsel.html)
Ich hab hier verwendet: rote Tonerde (geht super), Dreck aus dem Garten (geht mittelmäßig), Knochenmehl (geht gar nicht - vermeidens).
Authentizität: Viele Dinge wie beispielsweise Kirchen waren im Mittelalter bunt. Für den Alltagsgebrauch ist mir die Belegung weniger bekannt. Schwarz (Rus) war ein sehr günstiges Pigment, rot- und gelbtöne (Tonerden) noch ziemlich günstig, weiß und grün waren schon recht selten, blau und gold waren absurd teuer. Somit ist wenn überhaupt dann höchstens schwarz, gelb und rot für Düppel angemessen.
Donnerstag, 23. April 2020
Düppel-Quarantäne 35: Anderer Korbflechtansatz ("Stroh")
Ich hab diesen Korb nicht fertig gemacht, weil mir das Leinengarn ausging und ich Korb machen aus geflochtenem "Stroh" besser finde. Aber es funktioniert, wie J zeigt auch mit echtem Stroh.
Material: Stroh, gewachstes Leinengarn
Werkzeug: Nadel
1. Garn um "Stroh"bündel verknoten
2. "Stroh" über Garn falten, sodass man ein Bündel mit einem runden Ende hat
3. Garn ein zwei Mal um Bündel wickeln
4. Bündel im Kreis um sich selbst legen und dabei Garn immer abwechseln um Bündel wickeln und mit vorheriger Reihe vernähen. Wenn Bündel dünn wird dann Material nachfüttern
(5. Weitermachen bis Korb fertig - nicht abgebildet)
Material: Stroh, gewachstes Leinengarn
Werkzeug: Nadel
1. Garn um "Stroh"bündel verknoten
2. "Stroh" über Garn falten, sodass man ein Bündel mit einem runden Ende hat
3. Garn ein zwei Mal um Bündel wickeln
4. Bündel im Kreis um sich selbst legen und dabei Garn immer abwechseln um Bündel wickeln und mit vorheriger Reihe vernähen. Wenn Bündel dünn wird dann Material nachfüttern
(5. Weitermachen bis Korb fertig - nicht abgebildet)
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Ausstattung,
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Korbflechten,
Stroh
Mittwoch, 22. April 2020
Düppel-Quarantäne 34: Binsenlichter
Material: Binsen, Talg (Wachs)
Werkzeug: Messer,
1. Binsen oder ähnliche Halme (mit weicher Mitte) längs aufschneiden. Dann noch einmal längs aufschneiden dass ca. 1/5 des Umfangs entfernt ist
2. Aufgeschnittene Binsen durch flüssiges Talg (oder modern Wachs) ziehen. Dabei Zeit lassen dass die weiche Mitte sich vollsaugt
Binsenlichter sind quasi Kienspahn-Ersatz. Es sind Lichter die weit im Vorraus vorbereitet werden können und im kritischen Moment ähnlich einer Kerze angezündet werden können und eine Flamme stabil und recht sauber brennend tragen um z.B. Nachts unter Dinge zu schauen oder etwas genauer anzuschauen (Nadel fädeln). Sie brennen ca. 10 Minuten und müssen dafür aber in einem recht flachen Winkel gehalten werdne.
Authentizität: ich kenne sie aus England, aber sie erscheinen mir für Düppel ähnlich wahrscheinlich wie Kienspähne
Dienstag, 21. April 2020
Düppel-Quarantäne 33: Kammzug von Wollhechel
Material:Vlies
Werkzeug: Hechel, Brettchen oder anderes Objekt mit Loch, optional: grober Kamm
1. Vlies gut zupfen. Dabei alle unschönen Stellen (Dreck, verfilzt, zu kurz) rauszupfen
2. Vlies gut auf Hechel verteilen. Dabei immer "an der Hechel vorbei fahren", also das gezupfte Vlies so von oben nach unten über die Hechel ziehen, dass es sich in der Hechel verhakt und dann ausgezogen wird
3. man kann versuchen ein bisschen mit einem groben Kamm nachzuhelfen und die dabei herausgezogenen Fasern wie in 2. wieder zu verteilen
4. Spitzen leicht bündeln und durch Loch stecken
5. Loch so weit an Hechel ranziehen bis man es nicht mehr hinbewegen kann
6. Vliesspitze sanft durch Loch herauszeihen
7. Punkte 5. und 6. abwechselnd wiederholen bis (fast) kein Wolle mehr auf der Hechel ist
8. Restwolle auf Hechel gilt als Ausschuss, durch Loch gezogene Wolle ist nun ein Kammzug
Dies funktionert nur für recht schöne Wolle, sobald die Wolle zu sehr verfilzt ist hilft dies nicht so richtig weiter.
Authenzität: siehe Wollhechel (https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/04/duppel-quarantane-32-woll-hechel.html)
Werkzeug: Hechel, Brettchen oder anderes Objekt mit Loch, optional: grober Kamm
1. Vlies gut zupfen. Dabei alle unschönen Stellen (Dreck, verfilzt, zu kurz) rauszupfen
2. Vlies gut auf Hechel verteilen. Dabei immer "an der Hechel vorbei fahren", also das gezupfte Vlies so von oben nach unten über die Hechel ziehen, dass es sich in der Hechel verhakt und dann ausgezogen wird
3. man kann versuchen ein bisschen mit einem groben Kamm nachzuhelfen und die dabei herausgezogenen Fasern wie in 2. wieder zu verteilen
4. Spitzen leicht bündeln und durch Loch stecken
5. Loch so weit an Hechel ranziehen bis man es nicht mehr hinbewegen kann
6. Vliesspitze sanft durch Loch herauszeihen
7. Punkte 5. und 6. abwechselnd wiederholen bis (fast) kein Wolle mehr auf der Hechel ist
8. Restwolle auf Hechel gilt als Ausschuss, durch Loch gezogene Wolle ist nun ein Kammzug
Dies funktionert nur für recht schöne Wolle, sobald die Wolle zu sehr verfilzt ist hilft dies nicht so richtig weiter.
Authenzität: siehe Wollhechel (https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/04/duppel-quarantane-32-woll-hechel.html)
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