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Sonntag, 15. November 2020

Düppel-Quarantäne 86: Geweihdosendeckel

Baut auf https://babblingbrookcraft.blogspot.com/2020/11/duppel-quarantane-85-geweihdose.html auf.

Material: Geweihdose, Holz mit Fläche > Geweihdose, dünner Draht (z.B. 1mm Messingdraht), Band

Werkzeug: Säge, Bleistift, Schnitzmesser, Lineal, Bohrer mit Durchmesser knapp größer als Drahtdicke (z.B. 1,5mm), Zange, Hammer, Öl

1. geeignete Länge Rundholz absägen (z.B. 2,5cm)

2. äußerer Umriss des oberen Dosenrands übertragen und überschüssiges Material mit Schnitzmesser grob abspalten

3. durch Wanddicke und Messen die Öffnung übertragen. 0,8cm unter dem Rand einen waagrechten Strich einzeichnen

4. Entlang des waagrechten Strichs rundum so weit einsägen wie die Öffnung groß ist. Die 0,8cm überschüssiges Material grob abspalten

5. Rand so weit zuschnitzen dass er gerade so in die Öffnung passt. Dann Deckel immer reindrücken, rausziehen und glänzende Stellen entfernen bis er bis zum Strich passt.

6. Restlichen Deckel schön beschnitzen

7. Deckel reindrücken und 0,5cm unter dem Rand durch Geweih und Deckel durchbohren

8. Draht zu einer Öse biegen und sanft hämmern um das Material zu verhärten (wie bei Stecknadeln). Durch Dose und Deckel stecken. Wenn der Draht zu leicht rausrutscht hilft es, eine sanfte Kurve reinzubiegen

9. Band an Draht binden und alles schön einölen.

Authentizität: Obwohl sie in der Reenactor-Szene sehr beliebt sind bin ich mir nicht so recht sicher wie authentisch diese Dosen sind. Ohne elektrisches Werkzeug wäre das Aushöhlen ein recht langwieriger Prozess. Ich persönlich würde mir lieber Dosen aus Röhrenknochen bauen als aus Geweih. Dies gesagt: Geweih als Material passt hervorragend nach Düppel. Während die Jagd von Rotwild Wilderei war, kenne ich keine Regeln die dagegen sprachen abgeworfenen Stangen einzusammeln.











Samstag, 14. November 2020

Düppel-Quarantäne 85: Geweihdose

Material: Geweih, Holzbrett-Stückchen (ca. 4mm dick), Holz für Holznägel

Werkzeug: Säge, Bohrer mit großem Durchmesser, Empfehlenswert: Schraubzwinge, Rundraspel oder Raspelaufsatz für Bohrer, Schnitzmesser, 1,5mm Bohrer, Optional Schleifpapier

1. Geweihsegment absägen

2. Mit dickem Bohrer bohren bis die Löcher sich in der Mitte treffen

3. mit der Raspel Löcher weiten, bis nur noch dünne Wand  übrig bleibt (3-5mm) - wenn sie sich zusetzt ggf mit Drahtbürste reinigen

4. Unterseite auf Brett-Stückchen legen und drumrum zeichnen

5. Äußerer Umriss um etwas weniger als die Wanddicke reduzieren, diesen Umriss dann ausschneiden

6. vorsichtig Material entfernen bis der Boden gut sitzt. Achtung: wenn dies feines Material wie feinkörniges Salz halten soll dann muss der Boden gut genug sitzen dass das Material nicht rausfällt

7. ringsum anbohren und mit Holznägeln befestigen (wie der Boden der Spandosen)

8. Optional glatt abschleifen

9. Optional äußere Geweihmaserung abschleifen

Authentizität: s. Teil 2 Deckel

Was dabei schief ging: Wenn man - wie ich - keine Schraubstock griffbereit hat, dann ist vorallem das Bohren aber auch etwas das Raspeln recht gefährlich. Geweih ist hart und ein Bohrer verkeilt sich schnell. Dabei kann man abrutschen - ich habe davon eine permanente Narbe. Verwendet lieber einen Schraubstock.