Siehe auch Webpelz 1 und Webpelz 2
Material: Wollgarn, Deckhaar-Locken aus Vlies
Werkzeug: aufgespannter Webrahmen
1. Wie normal weben
2. Alle ca. 3cm eine Reihe eine Locke mittig über zwei Kettfäden legen. Dann unter der Locke (also zwischen letztem Schussfaden und Haltepunkt) durchgreifen und die beiden Enden nach vorne ziehen. Locke zum Schussfaden herunterziehen. Ca. alle 4cm wiederholen.
3. 3cm weben und 2 wiederholen.
Nach Abschluss des Gewebes wie gewohnt vom Webrahmen schneiden und versäubern. Mit sauberem Wasser ausspülen und nachdem es wieder getrocknet ist sehr sanft auskämmen. Achtung, beim Auskämmen muss man die Fixierungspunkte festhalten, sonst kann man die Locken herausziehen. Der Webpelz wird gekämmt, wie man einem kleinen Kind die Haare kämmt (Wurzeln festhalten, bei den Spitzen anfangen und vom Stoff sanft wegziehen, um nicht zu viele Strähnen auf einmal im Kamm zu haben).
Authentizität: Webpelze tauchen in der Geschichte immer wieder auf, von Sumerern zu aktuell noch getragenen Trachten in Rumänien. Ob und wie sie Düppel-tauglich sind debattiert aktuell noch das Kitguide-Team.
Zusatznotiz: diese Einlegeform ist in skandinavischen Funden weit verbreitet und heißt Rya Knoten. Er hat dieselbe Knüpfform wie persische Teppiche. Das resultierende Gewebe selber hat einen leichten Strich nach unten.